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Für alle die vor der großen Aufgabe der Lichtplanung stehen

Hilfe bei der Beleuchtungsplanung

 

Allgemeines

Grundsätzlich wird die Beleuchtung im Wohnbereich in 3 Kategorien eingeteilt:

 

-          Allgemeinbeleuchtung als Grundbeleuchtung

-          Zonenlicht um bestimmte Bereich hervorzuheben

-          Stimmungslicht bzw. Akzentbeleuchtung um eine besondere Atmosphäre zu schaffen

 

Ihr solltet euch immer an der Grundhelligkeit des Raums orientieren. Ein hell gestalteter Raum benötigt generell wahrscheinlich weniger Licht als ein Raum mit wenigen Fenstern oder dunklen Böden / Möbeln.

Heller Raum

Bei Leseleuchten solltet ihr auch auf das Alter des Nutzers achten. Eure 80-jährige Oma benötigt sehr viel helleres Licht als ihr selbst es vielleicht braucht. Besonders bei häufigen Besuchen eurer Oma ist es also vorteilhaft, wenn ihr mit daran denkt.

Ein zu wilder Design-Mix an Leuchten kann schnell unruhig wirken. Abhilfe kann eine extravagante Deckenleuchte mit dezenten Tisch- / Standleuchten bringen. Oder auch umgekehrt durch einfache Spots in der Decke und Designer-Tisch- oder Stechleuchten. Der Fantasie sind hier kaum Grenzen gesetzt.

Tischlampe

Auch zu unterschiedliche Lichtfarben der Leuchtmittel sollten vermieden werden und der Kontrast zwischen Allgemein- und Zonenbeleuchtung sollte nicht zu stark ausfallen. Das kann auf Dauer die Augen ermüden bzw. störend sein.

Unterschiedliche Leuchtmittel

Halogenlampen erzeugen ein gemütliches Licht und sind gut dimmbar, daher eignen sie sich besonders als Allgemeinbeleuchtung, haben aber den Nachteil das sie bei sehr häufigem Schalten eine geringere Lebensdauer haben.

LED-Deckenspots kann man gut verteilt als Allgemeinbeleuchtung verwenden oder geschickt platziert als Zonenlicht um bestimmte Bereiche besonders hervorzuheben oder auszuleuchten (z. B. Bereiche in denen man mehr Licht benötigt – Küche usw.).

Deckenspots

LED-Strips können gut als Akzentbeleuchtung verwendet werden (ähnlich z. B. wie Philips Ambilight Fernseher). Ebenso sind LED-Filaments dafür gut geeignet, da sie das Aussehen einer alten Glühbirne nachahmen und momentan wieder besonders in Mode kommen.

LED-Leuchtmittel sind im Allgemeinen gut für Bereiche geeignet, in denen das Licht besonders oft ein- und ausgeschaltet wird (z. B. durch einen Bewegungsmelder) oder in denen das Licht mehr als 1 bis 2 Stunden pro Tag leuchtet.

Leuchtstoffröhren eignen sich besonders gut für Kellerräume, da Sie eine große Fläche energieeffizient beleuchten.

Lichtfarbe / -helligkeit

Auch die Lichtfarbe spielt eine wichtige Rolle:

 

-          2500 - 3800 Kelvin geben ein schönes warmes Licht ab

-          3800 - 5300 Kelvin sind für ein neutraleres Licht gedacht

-          Ab 5300 Kelvin spricht man von Tageslicht

Kelvin-Skala

Am Morgen sollte man Tageslicht mit einem hohen Blau-Anteil verwenden, um die Leistung zu steigern und konzentrierter arbeiten zu können. Je später der Tag wird, desto mehr sollte man auf wärmeres Licht setzen; der Bio-Rhythmus wird es danken.

Lumen gibt die Lichtstärke an, die ein Leuchtmittel ausstrahlt. Lux hingegen sagt etwas darüber aus, wie viel Licht an einem bestimmten Punkt von dem Leuchtmittel entfernt ankommt. In Wohnräumen geht man von einem Bedarf von 300 bis 500 Lux, in Büros zwischen 500 und 1000 Lux, aus.

Licht im Wohnzimmer

Besonders im Wohnzimmer sollte allerdings darauf geachtet werden, dass eine Auswahl an unterschiedlichen Lichtstärken und -farben vorhanden ist. In keinem anderen Raum ist dies so nötig wie im Wohnzimmer, da hier die unterschiedlichsten Aktivitäten stattfinden.

Wohnzimmer

Ein gemütlicher Abend auf der Couch vorm Fernseher, im Sessel ein Buch lesen oder Besuch von Freunden, für all diese Gelegenheiten und noch mehr sollte das passende Licht einstellbar sein.

Dies kann z. B. durch eine dimmbare Deckenleuchte oder Spots zusammen mit unterschiedlichen Tisch- oder Standleuchten erreicht werden. Bei der Auswahl der Deckenleute und den Spots solltet ihr auf jeden Fall auch immer auf die Raumhöhe achten. Je höher die Decke, desto weniger Licht kommt auf der Höhe der Couch auch an.

Ihr solltet allerdings auch darauf achten, dass die unterschiedlichen Leuchten keine Quelle für Reflexionsblendungen bilden (auf dem Fernseher oder direkt euch blenden) und dass ihr auch auf den verschiedenen Sitzmöglichkeiten in euren Wohnzimmer nicht von den Leuchten geblendet werdet, weil die Stehleuchte z. B. in genau so einer Höhe steht, dass das Leuchtmittel euch blenden kann.

Licht in der Küche

In der Küche sollte taghelles, möglichst blend- und schattenfreies Licht vorhanden sein. Das Licht, dass auf die Arbeitsplatte in der Küche scheint, sorgt nur so für die optimale Umgebung um Essen ohne „Unfälle“ zuzubereiten. Damit auch der Blick in die Schränke nicht zur Qual wird, sollten hier mindestens 500 Lux vorherrschen. Dies erreicht man am besten, wenn mehr als eine Lichtquelle an der Decke angebracht wird.

Kueche

Falls die Küche einen integrierten Ess-Bereich hat, eignen sich dort besonders gut Pendelleuchten, die 60 cm über dem Tisch angebracht sind. Dabei muss aber auch die Sitzhöhe der Stühle beachtet werden, da die Leuchte sonst blenden könnte.

Licht im Bad

Im Bad sollte ein warmweißes Licht mit einer Helligkeit von ungefähr 200 Lux herrschen, damit es nicht zu kalt wirkt. Ergänzt wird das Deckenlicht dann am besten mit Beleuchtung entweder über oder rechts und links neben dem Spiegel. Satinierte Leuchtmittel z. B. können verhindern, dass man geblendet wird oder das Licht zu grell erscheint. Natürlich sollte man sowohl bei der Decken- als auch bei der Spiegelbeleuchtung darauf achten, dass diese für Feuchtbereiche zugelassen sind, damit es aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit und eventuellem Spritzwasser nicht zu Komplikationen kommt. Dimmbare Deckenleuchten können zusätzlich für ein Spa-Gefühl im Bad sorgen, wenn man z. B. gerne Zeit in der Badewanne verbringt.

Für die Make-Up Liebhaber unter uns ist die Spiegelbeleuchtung besonders wichtig. Dabei sollte nicht die erst-beste Leuchte genommen werden, sondern man sollte darauf achten, dass die Leuchte über „Tageslicht“ verfügt. Nur so sieht das Endergebnis außerhalb des Hauses genauso aus wie man es im Spiegel gesehen hat.

Licht im Schlafzimmer

Im Schlafzimmer kann man auch Deckenspots zur Grundbeleuchtung verwenden, gemütlicher wird es aber meist mit einer Deckenleuchte. Nachttischleuchten (entweder direkt auf dem Nachttisch oder als Wandleuchte) gehören ja eigentlich zum Standard in einem Schlafzimmer und sind wichtig für die Funktionsbeleuchtung. Da Deckenleuchten im Schlafzimmer meist nicht so hell geplant sind, unterstützen die Nachttischlampen, falls man im Bett z. B. noch etwas lesen möchte.

Schlafzimmer

Häufig wird an Kleiderschränken auch eine Beleuchtung mit eingeplant, damit man alles im dunklen Schrank begutachten kann. Dabei ist auch wichtig, dass an die passenden Anschlüsse bzw. Steckdosen dafür gedacht wird.

Sehr gut eignen sich auch Stehleuchten in der dunkelsten Ecke des Raums, um das Schlafzimmer gemütlicher aussehen zu lassen.

Licht im Kinderzimmer

Deckenleuchten im Kinderzimmer sollten aus weichem bzw. nicht splitterndem Material bestehen, um Verletzungen zu vermeiden falls doch mal etwas heftiger gespielt wird. Auch Deckenspots sind daher geeignet, sollten aber im besten Fall dimmbar sein.

Kinderzimmer

Nachttisch- und / oder Schreibtischlampen sollten natürlich auch nicht fehlen, um bei Bedarf für zusätzliches Licht zu sorgen. Auch ein Nachtlicht kann helfen, wenn nachts je nachdem noch ein dringendes Bedürfnis ansteht. Da Nachtlichter weitaus gedämpfteres Licht abgeben als z. B. eine Deckenleuchte, macht dieses Licht jemanden nachts sehr viel weniger „wach“.

Licht in Durchgangsbereichen z. B. Flur / Treppenhaus

Da Flure oft langgezogen sind, sollte darauf geachtet werden, dass sich das Licht gleichmäßig verteilt und die Lichter mindestens am Anfang und Ende ein Wechselschalter zum ein- und ausschalten vorhanden ist. Bei längeren Fluren von denen mehrere Türen abgehen, sollte man überlegen welche Türen eng genug beieinander sind, dass ein Schalter für beide Türen reicht oder ob man lieber für jede Tür einen Schalter hat. Das Gleiche gilt natürlich auch für Treppenhäuser.

Treppenlicht

Wenn man mehr als 4 bis 5 Schalter in seinem Treppenhaus / Flur verbauen müsste, lohnt es sich mit seinem Elektriker über eine Tasterschaltung zu sprechen. Dabei wird das Licht zentral über ein Relais im Stromkasten gesteuert und man ist unabhängiger davon wie viele Schalter bzw. Taster man verbaut.

Auch Wechsel-Bewegungsmelder können empfehlenswert sein. Die meisten kann man sowohl ein- und ausschalten als auch die Bewegungsmelderfunktion nutzen. Bei vielen Bewegungsmeldern kann man auch die Verzögerungszeiten einstellen, wie schnell das Licht wieder ausgeht nachdem keine Bewegung mehr festgestellt wurde. Standardmäßig haben die meisten Bewegungsmelder ebenfalls einen Dämmerungssensor eingebaut, sodass das Licht nicht unnötig eingeschaltet wird, obwohl es noch hell genug wäre.

Sowohl im Treppenhaus als auch im Flur ist eine sogenannte „Treppen- oder Sockelleisten-Beleuchtung“ sehr praktisch. Nachts kann man so verhindern, dass man im Dunklen an Gegenstände stößt, muss aber gleichzeitig nicht das Hauptlicht einschalten.

Licht in Aufbewahrungsräumen

Da Abstell- und Speisekammern zwar meist regelmäßig genutzt werden, aber meist nur für kurze Zeit (schnell mal die Kartoffeln zum Schälen aus der Speisekammer holen oder den Besen zurück in die Abstellkammer stellen), sind hier LED-Leuchten oder -Deckenspots mit Bewegungsmelder ideal.

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Unterschiede zwischen den einzelnen Smart-Home-Lösungen

Smart Home Schalter

Mittlerweile gibt es eine Menge Möglichkeiten seine Schalter und Steckdosen über App oder Sprachsteuerung zu verwenden. Es fällt leicht dabei den Überblick zu verlieren, wenn man sich nicht stunden-, tage- oder wochenlang damit auseinandersetzt.

 

Wir bieten einen einfachen und sinnvollen Einstieg ins Smart Home Thema an, damit ihr nicht erst zum Experten in KNX werden müsst, um euer Haus / Wohnung smart zu gestalten und euch das Leben einfacher zu machen.

 

Es gibt im Wesentlichen 5 Arten sein Zuhause smart zu machen.

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Das schon erwähnte KNX ist wohl die teuerste und aufwändigste Variante und macht im Regelfall nur wirklich Sinn, wenn ein Neubau von Anfang an darauf ausgelegt wird. Für KNX müssen eine Menge mehr an Kabeln verlegt werden und auch der Sicherungskasten fällt um einiges größer aus, um alles unterbringen zu können. Auch müssen die sogenannten Bus-Kabel bei einem KNX-System in einer bestimmten Art und Weise verlegt werden, mit denen viele Elektriker sich noch nicht auskennen oder gar herantrauen.

Der Vorteil des KNX Systems ist, dass später alles relativ flexibel verändert werden kann. D. h. heute kann ich den Schalter neben der Eingangstür noch für das Licht im Flur verwenden, aber ich kann mich in Zukunft auch dazu entscheiden, damit sämtliche Rollladen hochfahren zu lassen. Mittlerweile kann auch viel mit Touchscreens bzw. verbauten Tablets gesteuert werden, sodass man komplett auf Schalter verzichten kann.

Wenn man allerdings auf Sprachsteuerung wert legt, muss bei einem KNX System nachgerüstet werden. Von Haus aus gibt es bisher kein System, dass direkt z. B. mit Amazon Alexa kompatibel ist. Auch sind schwierigere „Wenn-Dann“-Funktionen nur möglich, wenn man zusätzliche Komponenten wie von Loxone einsetzt (nur über einer bestimmten Temperatur und Wetterlage sollen die Rollladen herunterfahren und das Haus gekühlt werden).

 

Das genaue Gegenteil wäre die Low-Cost Alternative bei der die schon im Altbau vorhandenen Schalter und Steckdosen behalten werden können und nur zusätzlich ein Wifi-Modul mit in der Unterputzdose untergebracht wird.

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Der Vorteil dieser Module besteht natürlich darin, dass man Kosten sparen kann, wenn man seine eigenen Schalter und Steckdosen behalten kann. Auch zu erwähnen ist, dass die meisten Module grundsätzlich durch eine Verbindung der App mit dem jeweiligen Konto von Amazon Alexa oder Google Assistant sehr einfach über Sprache zu steuern sind. In der App können auch grundsätzliche Routinen hinterlegt werden, wie z. B. das zu einer bestimmten Uhrzeit die Steckdose - an der die Weihnachtsbeleuchtung angeschlossen ist - angeschaltet wird.

Nachteilig wirkt sich natürlich aus, dass teilweise nicht genau die gleichen Möglichkeiten erhältlich sind, die andere Systeme bieten. Rollladen- und Steckdosensteuerung, sowie das Licht sind über die App bedienbar, allerdings gibt es z. B. dann meist keine Heizungssteuerung die über dieselbe App bedient werden kann. Dann kann es natürlich auch wieder komplizierter, weil man sich merken muss, welche App welches Gerät steuert. Für die Wifi-Module ist außerdem ein Null-Leiter notwendig, der entweder schon vorhanden ist (bei Altbauten häufig nicht der Fall) oder von einer Steckdose weitergeführt werden kann, um die Stromversorgung zu gewährleisten.

 

Eine weitere Alternative bieten direkte Wifi-Schalter.

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Die Vor- und Nachteile hier sind zum teil ähnlich wie die des Wifi-Moduls. Sprachsteuerung und das Anlegen von Routinen sind kein Problem. Allerdings benötigt man zwingend einen Null-Leiter und meist sind auch nicht alle Wifi-Produkte über dieselbe App steuerbar. Man benötigt kein Gateway was für viele Kunden ein schlagkräftiges Argument ist.

Mittlerweile gibt es viele Anbieter, die kostengünstig Wifi-Schalter anbieten, aber vielleicht nur einzelne Schalter, die nicht in einem Mehrfach-Rahmen verbaut werden können. Nicht jeder Bauherr hat die Schalter so positioniert, dass nicht auch mal eine Steckdose oder mehrere Schalter in einem zwei- oder dreifach Rahmen verbaut sind.

 

Livolo bietet dort zwei Lösungen für alle, die keine Null-Leiter anliegen oder eine einfache Lösung suchen, wenn Sie mehrere Schalter über- oder nebeneinander haben. Beide Varianten können die Livolo Produkte smart machen, d. h. eine Steuerung über App oder Sprache (Google Home / Amazon Alexa) oder ein Hinterlegen von Routinen ist möglich.

Die Livolo Funk-Schalter werden in Verbindung mit der everHome CloudBox zu smarten Schaltern. Da die CloudBox nach einem Upgrade auch andere kompatible Hersteller unterstützt, kann innerhalb einer App nicht nur die Livolo Schalter, sondern auch z. B. eine Heizkörpersteuerung von Homematic oder Rollladenmotoren von albe unterstützen. Auf Funk-Verbindungen kann außerdem schwerer von außen zugegriffen werden und die Server der Fa. everHome stehen in Deutschland.

Funkschalter-Livolo

Ein Nachteil des Funk-System ist allerdings, dass bisher noch keine Unterputzsteckdosen verfügbar sind was für viele Kunden ein Ausschluss-Kriterium ist.

Außerdem gibt es noch die Livolo Zigbee-Schalter, die zusammen mit dem Livolo Zigbee Gateway ebenfalls Smart Home tauglich sind. Der große Vorteil hier ist, dass Livolo momentan sein Zigbee Angebot enorm erweitern möchte und somit immer mehr Produkte in den nächsten Monaten verfügbar sein werden. Steuerbare Lichtschalter und Steckdosen sind jetzt schon verfügbar und innerhalb der nächsten Monate erhalten wir auch noch Raum- bzw. Heizkörperthermostate und Dimmer- / Rollladenschalter.

Zigbee-Livolo

Innerhalb dieses Jahrs werden außerdem alle Livolo Zigbee Produkte auf den Zigbee Standard 3.0 erweitert, sodass danach z. B. auch das Steuern über die Philips Hue Bridge oder einen Echo Show (Zigbee-Komptabilität vorausgesetzt) möglich wird.

Nachteil hierbei ist, dass über das Livolo Zigbee Gateway keine Produkte anderer Hersteller verwendet werden können und wir noch keinen genauen Liefertermin für Produkte mit dem Zigbee Standard 3.0 geben können.

 

Für welche Smart Home Variante würdet ihr euch entscheiden?

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Endlich eine einfache Erklärung welche Schalter man typischerweise im Haus haben kann.

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Bei der Elektroplanung schmeissen Elektriker oder auch Bauträger etc. gerne mit Begriffen um sich, von denen die meisten Bauherren keine Ahnung haben.

Damit ihr in Zukunft besser mitentscheiden könnt, haben wir hier mal eine kleine Erklärung zusammengestellt.

 

 

 

Lichtkreis

 Typischer-Lichtkreis

Ein Lichtkreis kann aus einer oder mehreren Leuchten bestehen, die gleichzeitig an- oder ausgeschaltet werden, wie z. B. bei Deckenspots.

 

Einfache Lichtschalter (1gang 1way switch)

 Einfacher-Schalter

Wie der Titel schon sagt, geht es hier um ganz einfache Lichtschalter. Mit diesem Schalter schaltet man in der Regel nur einen Lichtkreis ein und aus. Beliebt ist er auch, um z. B. Außensteckdosen ein und aus zu schalten. Bei den Touch-Lichtschaltern ist allerdings darauf zu achten, dass immer ein Verbraucher vorhanden sein muss.

 

Wechselschalter (1gang 2way switch)

 Wechselschalter

Einen Wechselschalter verwendet man, wenn man eine Leuchte von mehr als einer Stelle aus schalten möchten. In einem Flur in einer Wohnung oder einem Einfamilienhaus verwendet man häufig Wechselschalter, damit man von beiden Enden des Flurs oder vom EG und vom OG das Licht im Flur an und ausschalten kann. Innerhalb der Wechselschaltung wird nur ein Schalter mit der Leuchte bzw. der ersten Leuchte (bei mehreren Leuchten die gleichzeitig geschaltet werden) verbunden.

 

Kreuzschalter (1gang 3way switch)

 Kreuzschaltung

Bei herkömmlichen Wipp-Schaltern gibt es innerhalb einer Wechselschaltung auch sogenannte Kreuzschalter. Bei mehr als 2 Wechselschaltern in der Wechselschaltung wird der Kreuzschalter „in die Mitte“ gesetzt. Alle Kommunikationskabel der anderen Wechselschalter werden im Kreuzschalter zusammengeführt und der Kreuzschalter ist im Normalfall auch der Schalter, der mit der Leuchte verbunden wird. Bei Touch-Wechselschaltern werden keine Kreuzschalter benötigt.

 

Taster (Impuls-switch)

 Taster

Taster sind ein Sonderfall, da diese auf zwei unterschiedliche Arten genutzt werden können.

Fall 1) Man verwendet den Taster als Türklingel oder -öffner. Das Signal wird nur solange an den Empfänger (Türöffner) weitergegeben, wie der Taster gedrückt gehalten wird.

Fall 2) In Mehrfamilienhäusern werden Taster meist im Flur oder Keller eingesetzt. Der Taster wird hier mit einem Relais im Stromkasten verbunden. Wenn der Taster betätigt wird, sendet er einen kurzen Impuls an das Relais. Das Relais kann dann z. B. festlegen, wie lange das Licht nach der Nutzung des Tasters an bleibt.

 

Serienschalter (2gang 1way switch)

 Serienschalter

Mit einem Serienschalter kann man von einer Unterputzdose aus zwei unterschiedliche Lichtkreise steuern. Bei einem großen Wohnzimmer z. B. die Leuchte über dem Essbereich und die Deckenspots im Wohnbereich.

 

Serienwechselschalter (2gang 2way switch)

 Serien-Wechselschalter

Den Serienschalter gibt es auch zusätzlich mit einer Wechselschalter-Funktion, d. h. man hat in einer Unterputzdose die Möglichkeit zwei unterschiedliche Wechselschaltungen unabhängig voneinander zu steuern.

 

Dimmer

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Mit einem Dimmer-Schalter kann die Helligkeit einer dimmbaren Leuchte beeinflusst werden. Es gibt diese als Wipp-, Dreh- oder Touch-Schalter.

 

Wechseldimmer

 Wechseldimmer

Es gibt auch Dimmer, die man innerhalb einer Wechselschaltung einbauen kann, sodass man von mehreren Stellen aus die selbe Leuchte herunterdimmen kann.

 

Solltet ihr noch Fragen zu diesem Thema haben oder vielleicht den Unterschied zwischen Touch-Schaltern und den herkömmlichen Wipp-Schaltern wissen, könnt ihr uns gerne einen Kommentar unter diesen Post setzen oder euch per E-Mail bei uns melden.

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Gibt es so etwas wie stylische Raumthermostate?

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Energieeffizientes aber stylisches Heizen liegt im Trend

 

Ich muss wohl niemandem erzählen, dass Raumthermostate im Winter wichtig sind, um es gemütlich warm zu Hause zu haben. Aber auch als ich in einem ansonsten sehr modernen Architekturbüro gearbeitet habe, sahen die Raumthermostate für die Fußbodenheizung immer gleich langweilig weiß mit Drehregler aus. Auch was den Kunden empfohlen wurde, sah genau gleich aus. Dass das mittlerweile komplett überholt ist, versteht sich von selbst.

 

Ja, auch wir haben diese Thermostate noch im Verkauf, aber man merkt, dass sie zu einer aussterbenden Rasse gehören und das auch zu Recht.

 

Selbst wenn man nur ein „einfaches“, digitales Raumthermostat verwendet, wertet das die Optik eines Zuhauses einfach auf. Dabei muss man nicht mal mehr ein Vermögen ausgeben, wie es früher vielleicht einmal der Fall gewesen ist.

 

Digitale Raumthermostate ohne SmartHome-Funktionen

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Als erstes müssen wir natürlich auf die Livolo Raumthermostate verweisen. Diese sind besonders praktisch, wenn das Raumthermostat zusammen mit Schaltern oder Steckdosen innerhalb einer Glasblende verbaut werden soll. Die Livolo Thermostate gibt es in unseren vier Standard-Livolo-Farben weiß, schwarz, grau und gold. In Kürze wird es diese Thermostate auch mit externen Sensoren und mit SmartHome-Funktion geben.

 

Wer seine Thermostate sowieso einzeln verbaut hat, kann auch auf die etwas preisgünstigeren, aber nicht weniger praktischen digitalen Thermostate zurückgreifen, die wir anbieten. Diese gibt es teilweise auch mit einer „Kühlen“-Funktion, für Heizanlagen, die im Sommer auch kühlen können. Oder mit der Möglichkeit einfache Routinen zu hinterlegen, sodass man für jeden Raum einzeln abstimmen kann, wann und wie viel geheizt werden muss. Dies ist definitiv praktischer, als wenn die Heizanlage dies übernimmt und alle Räume nach demselben Muster heizt.

 

SmartHome ist für viele ein „Muss“

 Smart-Thermostat

Dabei hilft ein smartes Thermostat nicht nur dabei den inneren Faulpelz in uns zufrieden zu stellen, sondern zusätzlich auch noch den Geizhals und Umweltaktivisten. Ganz individuell kann sich jeder selbst überlegen, was auf ihn zutrifft oder doch von allem ein bisschen.

 

Durch smarte Raumthermostate kann man automatisch eine Routine für sein Zuhause erstellen. Wenn man jeden Morgen vor der Arbeit duschen gehen möchte, kann man die Heizung im Badezimmer darauf einstellen, dass es schon schön warm ist, wenn man das Bad betritt. Und mal ganz ehrlich, wer möchte morgens beim Kampf mit dem Wachwerden auch noch auf einen kalten Boden oder Raum treffen?

 

Für diejenigen, die Energie sparen möchten (niemand gibt gerne zu viel Geld aus, oder?), kann die Routine noch weitere Vorteile bringen. Die meisten Heizkessel kann man zumindest rudimentär auf eine Routine einstellen. Aber was ist, wenn ich an manchen Tagen früher Feierabend habe als an anderen? Und das Wochenende? Urlaub?

 

Dort kann so ein smartes Thermostat durchaus das Beste für uns herausholen.

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Es gibt smarte Thermostate, die aufgrund der GPS-Location des Smartphones, wissen, ob ich oder ein Mitglied meiner Familie sich noch Zuhause aufhält (z. B. bei Urlaub oder dann doch mal ein Tag an dem man sich nicht gut fühlt und lieber im Bett bleibt) und die normale Routine einfach überschreiben kann. Auch kann ich einstellen, dass ich am Wochenende länger schlafe und die Heizung daher erst später anfangen muss zu heizen, aber abends länger heizt, weil ich auch länger wach bin.

 

Dabei ist der Austausch nicht einmal kompliziert. Wenn vorher schon ein Raumthermostat verbaut war, dann ist es meist nur ein einfacher Wechsel vom alten Drehregler-Thermostat zum neuen SmartHome-Thermostat. Ein erfahrener Installateur sollte dies innerhalb weniger Minuten erledigt haben. Auch das Einrichten der App bzw. das Anlegen der Routinen ist bei den meisten Raumthermostaten denkbar einfach.

 

Bin ich mit einer Einstellung nicht zufrieden oder fällt mir spontan ein, dass sich in Zukunft etwas ändern wird, reicht ein einfacher Griff zum Smartphone und ich kann alles so abändern wie ich es benötige. Zusätzlich sind viele Raumthermostate (ob mit oder ohne App) durch eine Kindersicherung abgesichert, die versehentliches Verstellen verhindert. Praktisch, wenn man das Kinderzimmer dann doch nicht unbedingt auf 35 °C heizen möchte, egal ob das Kind denkt, dass die Sahara temperaturmäßig der perfekte Ort ist.

 

Smarte Raumthermostate per Sprachsteuerung bedienen

 

Und damit kommen wir zu den Faulpelzen oder auch den sehr zerstreuten Personen unter uns.

 

Ich kann nicht die Einzige sein, die abends im Bett noch mit dem Handy gesurft hat und dabei eingeschlafen ist, oder? Und das Smartphone ist dann auf mysteriöse Weise in den Tiefen des Bettes verschwunden? Noch viel schlimmer, unter der Bettdecke ist es noch mollig warm, aber die Raumtemperatur grenzt an Folter? Wie schön wäre es dann, wenn ich einfach sagen könnte: „Alexa, stell die Temperatur im Schlafzimmer auf 24 °C“

Heizen auch von unterwegs

 

Wir haben auch schon von Kunden gehört, die über die App steuern, ab wann die Thermostate die Wohnung / Haus vorheizen sollen, wenn Sie aus dem Urlaub kommen. Oder auch Kunden, die smarte Thermostate in Ihren Ferienhäusern verbaut haben, sodass nur geheizt wird, wenn auch Gäste das Haus bewohnen. Als Zusatznutzen kann man auch dort die Kindersicherung nutzen, um Sauna-Gänge im Wohnzimmer zu vermeiden. Und natürlich jederzeit über die App kontrollieren, wie warm es in den Räumen ist.

 

Was ja nicht nur bei Ferienhäusern nützlich ist, sondern z. B. auch um zu kontrollieren, dass es Zuhause für exotische Pflanzen oder aber die Haustiere nicht zu kalt wird.

 

Wenn euch noch praktische Nutzungsmöglichkeiten einfallen, sagt uns gerne Bescheid. Eure Erfahrungswerte und Ideen helfen uns, euch in Zukunft noch besser helfen zu können.

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Interview mit dem Gründer und Geschäftsführer von Luxus Time / Livolo Deutschland

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Für unseren ersten Blogeintrag haben wir uns überlegt, dass wir den Geschäftsführer der Fa. Luxus Time vorstellen. Die Blog- und Social Media -Beiträge werden größtenteils von mir, Nicole Urfey, geschrieben und veröffentlicht. Ich arbeite seit Dezember 2019 bei Luxus Time und bin für Kundenbetreuung und Marketing-Aufgaben zuständig.

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Die Firma Luxus Time ist der offizielle Vertriebspartner von Livolo International in Deutschland und betreibt u. a. den Onlineshop Livolo Deutschland.

 

Geschäftsführer und Gründer von Luxus Time ist Konstantin Rybtschenko. Anbei ein kurzes Interview:

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NU: Wie kam es zu der Idee eine eigene Firma zu gründen?

KR: Ich habe meine Ausbildung bei DM als Fachkraft für Lagerlogistik absolviert und war von den Abläufen in so einem großen Warenlager fasziniert. Von Warenbestellungen, über den Wareneingang bis zur Verteilung bzw. der Versendung an, in diesem Fall, einzelne Filialen war es schon immer ein spannendes Thema für mich und natürlich macht man sich auch Gedanken wie man es selber handhaben würde.

Ich hatte schon immer Interesse an Elektronik, Fernsehern, Smartphones und habe einfach nach den Lücken gesucht. Heutzutage ist es für die Menschen selbstverständlich schnell mal eine Lampe auszutauschen oder einen smarten Fernseher zu kaufen. Oft wird aber bei der Erneuerung der Technik im Haus vergessen. Das auch die Lichtschalter und Steckdosen nicht dieselbe Baumarktware in weiß mit Wippe bleiben muss, sondern dass es auch dort neue Möglichkeiten gibt.

2009 habe ich dann angefangen, mich neben meiner Arbeit bei DM Selbstständig zu machen bzw. ein Gewerbe anzumelden. Dabei hatte ich das Glück, dass mich sowohl meine Familie als auch meine Freunde mich tatkräftig unterstützt haben, indem Sie z. B. beim Verpacken geholfen haben oder meine Schwester kennt sich im Bereich der Steuern gut aus und hat mir dafür Tipps gegeben.

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(erster Firmensitz von Luxus Time)

NU: Damit ist meine nächste Frage schon fast beantwortet. Warum Lichtschalter?

KR: Wie gesagt, viele Leute beschäftigen sich vor allem beim Hausbau nicht damit und stellen später fest, dass für die meisten SmartHome-Systeme zusätzliche Leitungen verlegt werden müssen oder das die günstigeren Anbieter meist nicht alle Produkte anbieten, die der deutsche Kunde benötigt. Als ich 2012 angefangen habe Livolo Produkte zu verkaufen, war auch dort die Auswahl an Produkten eher begrenzt, aber das Design war etwas komplett Neues für den deutschen Markt. Aber Livolo International hatte ein großes Interesse daran uns zuzuhören und unsere Anregungen für neue Produkte auch umzusetzen und wir haben zusätzlich noch Anbieter für die Produkte gefunden, die zu den Livolo Produkten passen, um das Angebot zu vervollständigen.

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NU: Was mich zur nächsten Frage bringt: Wieso Livolo bzw. wieso noch eine Eigen-Marke (Lux-Serie)?

KR: Bei Livolo hat mir sehr gut gefallen, dass man keine zusätzlichen Neuerungen an der Elektrik durchführen muss, sondern die Touch-Schalter auch ohne einen Null-Leiter z. B. verbauen kann. Man kann Schalter verwenden, die über App oder Sprachsteuerung verwendbar sind, ohne sich großartig darum bemühen zu müssen neue Kabel zu verlegen. In den meisten Altbauten sind nun mal an den Stellen wo die Lichtschalter verbaut sind, keine Null-Leiter anliegend, da diese für einfache Wipp-Schalter nicht benötigt werden.

Auf die Idee auch noch eine eigene Marke herauszubringen bin ich gekommen, da Livolo mir zwar sehr entgegen gekommen ist, aber doch nicht alles so entwickeln konnte, wie ich mir das vorgestellt habe. Also habe ich mich dazu entschlossen einen Produzenten zu suchen, mit dem ich Produkte entwickeln und vertreiben kann, die noch besser auf den deutschen Markt und die deutschen Kunden zugeschnitten sind.

 

NU: Wieso eigentlich der Name Luxus Time?

KR: Heutzutage ist es schwer Zeit zu finden, für mich und auch für andere gibt es dauernd etwas zu tun. Mit Smart Home Produkten will ich Zeit einsparen können, da Zeit zum absoluten Luxus-Gut geworden ist. Außerdem will ich durch das Design der Schalter einen gewissen Luxus in die Heime unserer Kunden bringen.

 

NU: Welche Produkte werden in Zukunft noch über Luxus Time bzw. Livolo Deutschland zu beziehen sein?

KR: Wir arbeiten ständig daran unser Smart Home Sortiment zu erweitern. Natürlich lassen wir uns dort auch Anregungen von Kunden geben. Irgendwann möchte ich, dass wir für die Kunden alles anbieten, was in Sachen Smart Home gebraucht wird.

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NU: Wie sieht es mit Zukunftsplänen für die Firma aus?

KR: Einen Traum, den ich hätte, wäre, dass wir irgendwann groß genug sind, um in Deutschland zu entwickeln und zu produzieren. Ob das realistisch ist, wird sich noch rausstellen.

Ich möchte auf jeden Fall, dass nicht nur unsere Kunden zufrieden und nicht enttäuscht sind, sondern auch das unsere Mitarbeiter gerne zur Arbeit kommen.

 

NU: Wann war der erste Erfolg spürbar?

KR: Als ich gemerkt habe, dass ich alleine mit der Arbeit - selbst mit der Unterstützung von Familien und Freunden - nicht mehr hinterher komme. 2014 habe ich meine erste Mitarbeiterin einstellen müssen und das war auch ein Grund zum Feiern.

 

NU: Gibt es etwas was im Nachhinein besser hätte laufen können?

KR: Ich konzentriere mich lieber auf die Zukunft. Es bringt mir nichts, mich auf die Vergangenheit zu konzentrieren, die ich sowieso nicht ändern kann. Nur die Zukunft kann ich verändern und dies will ich auch nutzen.

 

NU: Noch ein paar abschließende Worte?

KR: Auch wenn wir als Firma in der Corona-Krise ohne größeren Schaden überlebt haben, so wünsche ich mir doch, dass es bald vorbei ist und wir das alles hinter uns lassen können.

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